Dienstag, 6. Februar 2007
Geistige Differenzierung der Gesellschaft?
Was erwartet man vom Leben? Diese Frage. Gestellt an viele Menschen in diesem Land offenbart eine ungemein böse Antwort. Die Antwort enthält eine völlig verblendete Ideologie, die besagt das das Streben nach Glück einzig und alleine darin besteht nach etwas zu lechzen; nämlich hauptsächlich nach Erfolg und der sich daraus ergebende Status in einer Gesellschaft. Man will nicht mehr zu den vermeintlichen „Verlieren“ einer Gesellschaft gehören. Denn seit immer mehr Leute von einer sogenannten „Armut“ betroffen sind, möchten sich die, die noch nicht zu den Verlieren zählen sich abgrenzen von den „Anderen“, bei denen das Leben eben nicht so rund gelaufen ist. Das ist eine fatale Denkweise. Die Folgen solchen menschlichen Denkens bedeutet Isolation derer die als sogenannte „Verlierer“ des Systems angesehen werden und zum anderen eine Wut der Verlierer über die Leute die angeblich so viel besitzen. Diese Wechselwirkung bedeutet doch nichts mehr, als das die Schere das Band das die Menschen zusammenhält immer ein Stückchen weiter schneidet bis es irgendwann reißt. Das ist doch ein verdammt unsinniges Problem. Der Mensch ist Mensch. Nicht mehr und nicht weniger. Was soll man denn noch sein außer Mensch? Das Problem ist doch das selbst in den Medien (oder gerade in den Medien?) von einer Kluft gesprochen wird. Oh, mein Gott denkt sich da der deutsche Bundesbürger bei dieser Metapher. Und genau da fängt ein ganz gemeiner Denkprozess an zu wirken. Denn sobald man in den Medien verklickert bekommt das es eine Kluft zwischen Arm (es wird ja jetzt auch von Unterschicht gesprochen) und Reich gibt versucht man sich sofort irgendwo einzuordnen. Die Reichen, die vermeintlichen Glückspilze des Systems haben an diesem Punkt keine Probleme sich selbst in der Gesellschaft zu positionieren. Viele von der Oberschicht oder besser gesagt von der oberen Oberschicht leben in einer anderen Welt. Sie sehen und wollen die Probleme nicht sehen die die Verlierer dieses Systems haben. Jetzt kommt das Problem mit der Mittelschicht. Da die Leute der Mittelschicht- Einfamilienhaus, durchschnittliches Nettoeinkommen..- ja mittlerweile auch schon in Arm und Reich denken und ihre Position in dieser Hierarchie ungewisser als die der Oberschicht (Arbeitslosigkeit usw.) ist wollen sie sich natürlich verstärkt von den „Ärmeren Schichten“ abgrenzen. Die Folgen sind katastrophal. Durch solche Förderung eines klassenorientierten Denkens wird sich in immer extremeren Maßen eine- und jetzt kann man wirklich von einer Kluft sprechen- Differenzierung des Geistes der Menschen in Arm und Reich vollziehen. Und dann haben wir den Salat.
Wollt ich nur mal so loswerden. Waren ein paar Gedankengänge, schnell niedergeschrieben

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